Mein Wahlprogramm für unsere gemeinsamen Ziele

1. Attraktive Innenstadt – lebens- und liebenswerte Naherholungsgebiete in Iserlohn

Unser Stadtbild muss attraktiver und liebenswerter werden.
Wir wollen:

  • Einen Einzelhandel mit einem weitgefächerten Waren- und Dienstleistungsangebot.
  • Weniger Handelsketten, mehr Geschäfte, deren Inhaber eine Verbesserung des Kundendienstes gewährleisten.
  • Mehr und attraktive Freizeitangebote für Familien, Kinder und Senioren sowohl in der Innenstadt als auch in den Stadtteilen.
  • Auf Iserlohner/innen und Gäste unserer Stadt zugeschnittene Angebote und nicht nur für ausgewählte Bevölkerungsgruppen.Dabei denke ich z.B. an Veranstaltungen mit familienfreundlichen Preisen (Open Air, Musik, Kinderfeste, kulturelle Feste).

 

2. Förderung des Vereinslebens und der ehrenamtlichen Arbeit

Vieles kann nur mit den Menschen in Iserlohn gemeinsam vorangebracht werden. Sei es in der
Bildungsarbeit, im Sozialen, im Sport, kulturell oder auf vielen anderen Gebieten.

Wir fordern:

  • In Iserlohn arbeiten mehr als 200 Vereine, die überwiegend ehrenamtlich geführt werden, und ohne die im sozialen, im Sport, auf kultureller Ebene und in der Bildungsarbeit kaum etwas geht. 
  • Viele dieser Vereine finanzieren sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden und übernehmen doch mit viel persönlichem Engagement Dienste an der Allgemeinheit.
  • Um diese sinnvolle Arbeit auch zukünftig zu erhalten,  muss die Stadt  mehr Hilfen (finanzielle, organisatorische  und  auch durch die Bereitstellung von   Räumen) bieten.
  • Wir brauchen weniger Regularien, sondern mehr Unterstützung durch Eigeninitiative.

Ohne das ehrenamtliche Engagement ihrer Bürger kann die Stadt Iserlohn nicht bestehen.
Viele Menschen in Iserlohn arbeiten ohne Bezahlung in allen Bereichen des städtischen Lebens
und bekommen – bis auf Sonntagsreden - kaum hinreichend Unterstützung und Hilfen.
Vielmehr wird ihre Arbeit durch Verwaltungs- und Steuervorschriften behindert und führt in
vielen Fällen zur Resignation.

Wir brauchen:

  • Eine städtische Initiative, die alle ehrenamtliche Arbeit in Iserlohn gleichermaßen fördert und nicht nur einflussreiche Initiatoren unterstützt. 
  • Das Ehrenamt kann nur erfolgreich sein, wenn es durch die hauptamtliche Verwaltung gestützt wird. Deshalb brauchen wir dort, wo es erforderlich ist, qualifizierte professionelle Arbeit, um das Ehrenamt nicht zu überfordern (keine Ausbeutung von Ehrenamtlichen), beispielweise in der Jugendarbeit in den Vereinen und den Schulen. 

 

  • Iserlohner Politiker in Land, Bund und Kommunen sollen sich dafür einsetzen, dass die Gesetze und Vorschriften in allen Bereichen dahingehend geändert werden, dass die ehrenamtliche Arbeit nicht weiter belastet und behindert wird (z. B. Steuer- und Sozialversicherungswesen).

 

3. Alle Bürger unserer Stadt

In Iserlohn leben mehr als 94.615 Menschen, ca. 30% aus anderen Kulturen. Sie
stammen aus mehr als 120 Herkunftsländern. Viele von ihnen sind Deutsche. Diese Vielfalt
trägt zu einer hohen Attraktivität unser Stadt bei, ohne dass die Betroffenen in ausreichendem
Maße an der Gestaltung ihrer und unserer Stadt beteiligt sind.

Wir setzen uns deshalb dafür ein:

  • Alle Bürger/innen mit ausländischen Wurzeln sollen sich an der städtischen Entwicklung und in unserem städtischen Leben frei von Diskriminierung beteiligen können.
  • Wir wollen auch in den politischen Gremien mehr Engagement der sog. Migranten  erreichen. Dazu muss ihnen aber auch das Gefühl vermittelt werden, dass sie gleichberechtigt und gleichwertig sind.
  • Den Menschen mit ausländischen Wurzeln muss im täglichen Leben vermittelt werden, dass sie willkommen sind und dass ihre Kultur und Religion akzeptiert wird.

 

4. Bürgernahe und –freundliche Stadtverwaltung

Die öffentliche Verwaltung wird von vielen Menschen in Iserlohn nur als Aufsichts- und
Reglementierungsinstanz wahrgenommen. Nicht nur im Verkehrsbereich (Knöllchen) sondern
auch beim Einzelhandel und bei Gewerbebetrieben tritt insbesondere die Ordnungsverwaltung
nicht immer angemessen auf und vermittelt den Eindruck, dass wir in einer staatlichen
Ordnung leben, die mit der freiheitlichen Grundordnung eines Rechtsstaates nicht
übereinstimmt.   

Wir wünschen uns deshalb:

  • Die Stadtverwaltung muss bürgerfreundlicher werden und ihre Mitarbeiter sollten weniger durch Obrigkeitsgehabe auffallen. Selbst wenn dadurch die städtischen Einnahmen (Buß- und Zwangsgelder) weniger üppig fließen.  
  • Wir brauchen eine bürgerfreundliche Verwaltung, die Partner des Einzelhandels, des Handwerks und des Gewerbes ist – und zwar in ihrer täglichen Arbeit.
  • Wir brauchen  in Iserlohn deshalb Kommunal- und sonstige Politiker, die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Verwaltung vertreten und nicht umgekehrt.

 

 

5. Unsere  Jugend

Die Jugend bedarf der besonderen Förderung, nicht nur weil sie unsere Zukunft ist, sondern
weil sie unter dem besonderen Schutz der Gesellschaft steht. Kinder und Jugendliche sind nicht
kleine Erwachsene sondern Menschen mit eigenen Persönlichkeiten,  Wünschen und
Vorstellungen, die auch den besonderen Schutz der Gemeinschaft benötigen.  
Mit jeder Generation ändern sich Vorstellungen und Ansichten, die bei der
Kinder- und Jugendarbeit berücksichtigt werden müssen.
Die bestehenden Jungendeinrichtungen, die Förderung von freier Jugendarbeit in den Vereinen
und die Mitwirkungsmöglichkeiten von Jugendlichen müssen dem wachsenden Bedarf
angepasst und ausreichend finanziert werden.

Wir setzen und deshalb dafür ein:

  • Die bestehenden Jungendeinrichtungen und die Förderung von freier Jugendarbeit in den Vereinen dem wachsenden Bedarf anzupassen und ausreichend finanziell auszustatten.
  • Die Mitwirkungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Iserlohn auszubauen und ihr Engagement ernst zu nehmen.
  • Treffpunkte für Jugendliche unter der Zielsetzung “Weg von der Straße“  ausbauen und die besonderen Interessen der Betroffenen berücksichtigen: Plätze schaffen zum Chillen, Musik hören, Chatten, Reden, Surfen im Netz, Menschen und andere Lebensgewohnheiten und –entwürfe kennenlernen.

  • Kreativität fördern und Workshops für viele unterschiedliche Interessen (z. B. Hip Hop, Breakdance, Trommeln usw.) organisieren.

  • Eigenständige Schulprojekte (z. B. Hilfestellung bei Schulproblemen) unterstützen. 

  • Ausbau der Betreuung durch Streetworker finanzieren und anpassen.

  • Ständige Instandhaltung und Modernisierung der städtischen Spiel- und Bolzplätze  gewährleisten. Hierbei sollten die Kinder und Jugendlichen sowie die Nachbarschaft und örtliche Verein (z. B. als Paten) an der Gestaltung und der Betreuung  dieser Einrichtungen noch mehr einbezogen werden.

  • Die besondere Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus sog. sozial schwachen Familien noch intensiver ausbauen und an den Bedürfnissen der Betroffenen ausrichten. Dabei sollten wir auf die bewährte Mitwirkung bestehender Einrichtungen und Vereine bauen und auch die Betroffenen in die Entscheidungsfindung mehr einbeziehen.

 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wenn ihr diese Ziele auch verfolgt,  bitten wir, dass wir gemeinsam dafür arbeiten.
Erfolg können wir aber nur dann haben, wenn  viele Wahlberechtigte bei der Bürgermeisterwahl
am 13. September 2015 zur Wahl gehen und die traditionellen Kandidaten NICHT unterstützen.
Bei der letzten BM-Wahl hat jeder zweite Wahlberechtigte nicht gewählt.

Dies sind:

  • viele junge Menschen, die mit der traditionellen Politik nichts anfangen können (Wahlrecht ab 16 Jahren).

 

  • Menschen mit deutschem Pass aber ausländischen Wurzeln, die von der herrschenden Politik nicht angesprochen oder überzeugt werden.
  • Nichtdeutsche aus den Ländern der  Europäischen Union, die sich ebenfalls nicht angesprochen fühlen.

 

Wenn wir alle gemeinsam zur Wahl gehen, können wir was zum Besseren verändern.
Packen wir es an – wir können nur gewinnen! 

Euer Bürgermeisterkandidat
Martin Manfred Radojcic